16. März 2008...12:11
Alexander Polyhistor
eigtl. Lucius Cornelius Alexander Polyhistor (* um 110 v.d.Z. in Milet, † um 40 v.d.Z.) war ein griechischer Geograph und Autor. Sein Beiname “Polyhistor” bedeutet soviel wie “Vielwissender” oder “Universalgelehrter”. Die meisten seiner Schriften sind nicht überliefert.
Alexander wurde während des ersten römischen Krieges gegen König Mithridates (88-84 v.d.Z.) von den Römern unter Lucius Cornelius Sulla gefangen genommen und nach Rom verschleppt. Als Sklave wurde er an den Patrizier Cornelius Lentulus verkauft. Nachdem er um 82 v.d.Z. freigelassen wurde und den Namen Lucius Cornelius angenommen hatte, blieb er weiterhin in der Ewigen Stadt und arbeitete dort als Tutor und Autor.
Alexanders größte Bedeutung liegt in seinen 42 Büchern mit geschichtlichen und geografischen Betrachtungen zu fast allen bekannten Ländern der antiken Welt. Sein Werk, welches nur fragmentarisch erhalten blieb, umfasste:
- “Über Rom”: 5 Bücher
- “Über Antiochia” (Überblick zu Syrien)
- “Über Indien”
- “Über Kreta”
- “Über Ägypten”: 3 Bücher
- “Über die Juden”
- “Über die Symbole des Pythagoras”
- “Über Euxinus Pontus (das Schwarze Meer)”
- “Über Bithynien”
- “Über Illyrien”
- “Über Paphlagonien”
- “Über Phrygien”: 3 Bücher
- “Über Karien”: 2 Bücher
- “Über Lycia”: 2 Bücher
- “Über Kilikien”
- “Über Zypern”
- “Über Syrien”
- “Über Libyen”: 3 Bücher
- “Über Lycoreia”
- “Über das Orakel von Delphi”
- “Über die Lebewesen”
- “Über Träume”
Linktipp: Technolgy Museum of Thessaloniki - Ancient Greek Scientists

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