11. Mai 2008

Zar Alexander II.

Aleksandr II. Nikolajewitsch (Алекса́ндр II Никола́евич; * 29. April 1818 in Moskau, † 13. März 1881 in St. Petersburg) war seit 1855 Zar und Kaiser des Russischen Reiches. Zar Alexander II. hob 1861 die Leibeigenschaft auf und starb durch ein Sprengstoffattentat der Untergrundorganisation “Narodnaja Wolja” (Volkswille). An dieser Stelle ließ sein Sohn Zar Alexander III. die Auferstehungskirche bauen.

10. Mai 2008

Zar Alexander I.

Aleksandr I. Pawlowitsch (Александр I Павлович) (* 23. Dezember 1777 in St. Petersburg, † 1. Dezember 1825 in Taganrog) war seit dem 23. März 1801 Zar und Herrscher aller Reußen (Russen). Er kam durch die Ermordung seines Vaters Paul I. 1801 an die Macht.

Nach dem Krieg gegen Napoleon I. ließ er sich gern als “Retter Europas” feiern. Auch Alexander I. trieben expansive Pläne, denn er vergrößerte Russland um Finnland, Bessarabien und das sogenannte Kongresspolen. Ebenso sorgte er für die Verbannung bzw. Versetzung von Alexander Puschkin nach Südrussland.

4. Mai 2008

Alexander Kerenski

Aleksandr Fjodorowitsch Kerenski (* 22. April / 4. Mai 1881 in Simbirsk, † 11. Juni 1970 in New York City) war ein russischer Politiker. Von Juli 1917 an war Alexander Chef der russischen Übergangsregierung zwischen der Februar- und der Oktoberrevolution. Im Oktober 1917 wurde Alexander von den Bolschewiki gestürzt. Nach der Oktoberrevolution ging Kerenski nach Frankreich ins Exil. Er veröffentlichte dort mehrere Bücher über die russische Revolution. Nach dem deutschen Einmarsch in Paris (1940) flüchtete Kerenski in die Vereinigten Staaten.

übrigens: Kerenski wurde wie Lenin in Simbirsk geboren. Kerenskis Vater war Lehrer in der Stadt und unterrichtete zeitweise auch den jungen Wladimir Uljanow (alias Lenin). Kerenski war Freimaurer.

3. Mai 2008

Papst Alexander V.

eigtl. Petros Philargis (* 1340 auf Kreta, † 3. Mai 1410 in Bologna) war ab 1409 als Alexander V. Gegenpapst zu Gregor XII. in Rom und Benedikt XIII. in Avignon (Großes oder Abendländisches Schisma). Philargi war Franziskaner und Grieche.

Als das Konzil von Pisa 1409 sowohl Papst Gregor als auch Gegenpapst Benedikt ihrer Ämter enthob, wurde Philargi zum Papst ausgerufen, was weder Gregor noch Benedikt anerkennen wollten. Durchsetzen konnte sich Philargi letztlich nur in Frankreich und England, regiert wurde von Bologna in Norditalien aus. Alexander gilt in der katholischen Kirche bis heute als Gegenpapst.

übrigens: Alexander starb am 3. Mai 1410 im Kloster S. Maria dei Crociferi bei Bologna und wurde in der dortigen Kirche des Heiligen Franziskus beigesetzt. Mit der Absetzung seines Nachfolgers Johannes XXIII. auf dem Konzil von Konstanz (1414-1418) und der Einsetzung von Martin V. als regulärem Papst endete endlich auch das Große Schisma.

23. April 2008

Alexander Turgenjew

Aleksandr Iwanowitsch Turgenew (Александр Иванович Тургенев) (* 1784 in Simbirsk, † 1845 in Moskau) war ein russischer Historiker und ein guter Freund von Alexander Puschkin.

21. April 2008

Alexander Benua

Aleksandr Nikolajewitsch Benua oder auch Alexandre Benoîs (* 21. April / 3. Mai 1870 in St. Petersburg, † 9. Februar 1960 in Paris) war ein russischer Maler, Schriftsteller, Kunsthistoriker und Kunstkritiker. Mit Sergei Djagilew, Lew Bakst u.a. war er Gründer der Künstlervereinigung “Mir Iskusstwa” (russisch: Welt der Kunst) und der gleichnamigen Kunstzeitschrift. 1926 verließ er die Sowjetunion, um von seiner Auslandsreise nicht wieder zurückzukehren. Fortan lebte er überwiegend in Paris, wo er auch verstarb.

Gemäldeauswahl
- Königliche Promenade in Versaille
- Peter I. – Nachdenkend über die Gestaltung St. Petersburgs an der Ostseeküste
- Im deutschen Viertel

20. April 2008

Alex Müller

Karl Alexander Müller (* 20. April 1927 in Basel) ist ein Schweizer Physiker. Alex Müller erhielt 1987 zusammen mit Johannes Georg Bednorz den Nobelpreis für Physik für die “bahnbrechende Entdeckung von Supraleitung in keramischen Materialien”.

Im April 1986 publizierten Bednorz und Müller ihre Ergebnisse zur Supraleitfähigkeit von Oxiden in der deutschsprachigen Zeitschrift für Physik - eine revolutionäre Sache, denn bis dato galten nur Metalle als potenzielle Supraleiter. Im gleichen Jahr bestätigten mehrere Arbeitsgruppen diese Arbeitsergebnisse. Im drauffolgenden Jahr erhielten beide den Nobelpreis für Physik. Dies war der bisher kürzeste zeitliche Abstand zwischen Entdeckung und Verleihung des Nobelpreises. (Quelle: Wikipedia)

16. April 2008

Aleksandu von Troia

Alaksandu oder Aleksandu war ein Herrscher des hethitischen Teilreiches Wilusa im 13. Jahrhundert v.u.Z. Bekannt ist er aus einem Staatsvertrag, der sich bei Ausgrabungen in Hattuscha/Boğazkale (Anatolien) unter den Tontafel-Keilschriftfunden des Hethitischen Palastarchives fand, dem sog. Alaksandu-Vertrag. In ihm erkennt der Großkönig Muwatalli II. (etwa 1290 v.u.Z. bis 1272 v.u.Z.) ihn als Vasallen an und versichert ihn seines Schutzes.

Sonstiges: Schon öfter hatte man nicht nur eine Identität des Reiches mit der Stadt Troja vermutet, sondern auch des Herrschers mit dem Priamos-Sohn Paris, der in der homerischen Ilias überwiegend Alexandros genannt wird. Diese Namensgleichheit wird heute wieder verstärkt diskutiert, seitdem bei Ausgrabungen in Troja ein Siegel mit hethitischen Schriftzeichen gefunden wurde.

4. April 2008

Alexandros aus der Ilias

eigtl. Paris (griech. Πάρις) ist in der griechischen Mythologie der Sohn des trojanischen Königs Priamos und der Hekabe. Er ist somit Bruder des Hektor und der Kassandra, die die Gabe der Vorhersehung besitzt. Merkwürdigerweise trägt er in Homers Ilias noch einen zweiten Namen, und diesen sogar häufiger: Alexandros, vielleicht die Gräzisierung einer fremden Namensform, z.B. des Hethiterherrschers Alaksandu.

Mythologie: Paris löst, ohne es zu wollen, durch die Entführung der schönen Helena aus Sparta den Trojanischen Krieg aus. Die Griechen reagieren auf diesen Brautraub mit der zehnjährigen Belagerung Trojas. Paris gilt als guter Bogenschütze und tötet Achilles, der bis auf seine Ferse als unverwundbar gilt. Dies vollbringt Paris mit Pfeil und Bogen, wobei ihm Apollon die Hand führt. Auch Paris findet durch einen Pfeil, der mit dem tödlichen Gift der Lernäischen Schlange vergiftet ist, den Tod. Seine erste Frau Oinone versagt ihm das Gegengift aus Rache dafür, dass er sie Helenas wegen verlassen hatte.

1. April 2008

Alexandromanie

Alexandromanie ist die obsessive Alexanderverehrung, die sich bestenfalls in ehrvoller Nachahmung (Imitatio Alexandri) und schlimmstenfalls in Reinkarnationsfantasien äußert.

Vor allem römische Feldherren verglichen sich gern mit Alexander dem großen Eroberer. Scipio Africanus, Pompeius der Große und Julius Cäsar galten als “Alexanderfreunde” und ließen sich bildlich und erzählerisch als dessen Nachahmer darstellen. Nach Iulius Caesar machte auch Marcus Antonius der Kleopatra ein Kind, das sie Alexander Helios nannten. Ebenso ehrten und opferten die römischen Kaiser Augustus und Trajan dem Alexander.

Pathologische Züge bekam diese Art der Verehrung bei Kaisern, denen auch “Cäsarenwahn” nachgesagt wurde: Caligula, Nero und Caracalla. Auch Kaiser Julian betrachtete sich als Reinkarnation des Alexander. Vor allem Caracalla identifizierte sich mit Alexander dem Großen, benannte eine Heeresabteilung als Alexander-Phalanx und lief gern in makedonischer Tracht herum. Auch wollte er aus diesem Grund die Tochter eines persischen Königs heiraten. (Quelle: Siegfried Lauffer, Alexander der Große, S. 222)

Ein Beispiel für eine völlig harmlose Art der Alexandromanie findet man hier.

31. März 2008

Alexios I. Großkomnene

Alexios I. Megas Komnenos (Αλέξιος A’ Μέγας Κομνηνός) (* 1182 in Konstantinopel, † 1. Februar 1222 in Trapezunt) war von 1204 bis 1222 der erste Kaiser und Großkomnene des byzantinischen Nachfolgestaates Trapezunt. Er war ein Enkel von Andronikos I. Komnenos, letzter byzantinischer Kaiser aus der Familie der Komnenen, der 1185 von Isaak II. Angelos gestürzt und getötet wurde.

Seine Mutter Rusudan, eine Tochter des georgischen Königs Giorgi III., floh mit Alexios und dessen Bruder David Komnenos aus Konstantinopel. Schon vor der Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzritter des 4. Kreuzzuges im Jahre 1204 gelang Alexios mit Unterstützung georgischer Truppen, die Einnahme Trapezunts und der umliegenden Gebiete. Die Aktion wurde dadurch erleichtert, dass die Familie der Komnenen aus der Gegend stammte und bei der lokalen Bevölkerung beliebt war.

Nach diesem Erfolg ließ sich Alexios, der zu dieser Zeit 22 Jahre alt war, zum ersten Kaiser und Großkomnenen von Trapezunt ausrufen. Die von Alexios I. mit der Annahme des Titels begründete komnenische Dynastie sollte Trapezunt 257 Jahre lang beherrschen und bis zu Alexios IV. Komnenos (1417-1429) reichen.

(Quelle: Wikipedia)

29. März 2008

Alexios V. Dukas

Alexios V. Dukas Murtzuphlos (* um 1160, † 1204 in Konstantinopel) war byzantinischer Kaiser vom 5. Februar bis zum 13. April 1204. Sein Beiname “Murtzuphlos” bezieht sich auf seine buschigen und über der Nase zusammen gewachsenen Augenbrauen. Er war mit der herrschenden Dynastie der Angeloi verwandt.

Murtzuphlos hatte in einem antilateinischen Putsch Kaiser Alexios IV. erwürgt und sich am 5. Februar zum Kaiser Alexios V. ausrufen lassen. Kaiser Isaak II. war schon am 28. Januar vermutlich durch Gift gestorben. Murtzuphlos leitete die Verteidigung der Stadt gegen die Kreuzritter, bis die Situation am 12. April hoffnungslos wurde, woraufhin er floh. Er versuchte, sich mit dem Ex-Kaiser und nun auch schon sein Schwiegervater Alexios III. gegen die Lateiner zu verbünden, wurde aber von diesem geblendet und an die Kreuzritter ausgeliefert. Die Lateiner töteten ihn, indem sie ihn von der Theodosius-Säule stürzten.

Alexios V. war der letzte Kaiser aus der Dynastie der Angeloi und der letzte byzantinische Kaiser vor der Errichtung des Lateinischen Kaiserreichs, das die Stadt die nächsten 57 Jahre beherrschte. Nach ihrem Sturz beherrschten die Angeloi weiterhin das Despotat Epirus, das Despotat Thessalien und zeitweise das Kaiserreich Thessaloniki.

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